Daten sind der Rohstoff der digitalen Wirtschaft. Bislang war jedoch oft unklar, wer die riesigen Mengen an Daten, die von intelligenten Geräten (Kühlschränke, Industrieanlagen, Autos, Fitnessarmbänder) gesammelt werden, nutzen und kontrollieren darf.
Der „Data Act“ zielt darauf ab, diese Grauzone zu klären. Die EU-Kommission brachte das Gesetz im Februar 2022 vor, um den Zugriff und die Weitergabe von Daten festzulegen, die bisher primär den Herstellern vorbehalten waren. Das neue Gesetz ermöglicht es Verbrauchern, ihre Daten freiwillig mit Drittanbietern zu teilen, was theoretisch Vorteile wie günstigere Reparaturen oder Ersatzteile mit sich bringen kann. Darüber hinaus zielt der Data Act darauf ab, den Wechsel von Cloud-Dienstanbietern zu erleichtern, um Wettbewerb zu fördern und die Bindung an einen Anbieter zu verhindern.